Friedrich Roth – Hartnäckiger Kämpfer für unsere Umwelt
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Friedrich Roth war ein tüchtiger und erfahrener Elektromeister mit eigenem Betrieb. Er kämpfte auf vielfältige Art und Weise für die Umwelt, den Klimaschutz, die Energiewende und die Erhaltung der Wassermühlen. Als Fachmann und Erfinder setzte er sich mit kritischem Geist, mutig und beharrlich sowohl beruflich als auch ehrenamtlich auf vielen Wegen und an vielen Stellen unermüdlich für unsere Gesellschaft ein. Er suchte das Gespräch mit Unternehmern, Politikern, Professoren und Verbänden. Sehr gerne arbeitete er mit Schülern.
Mit seinem Einsatz für die Nutzung von Wind- und Sonnenenergie sowie der Speicherung von Strom und Wärme war er seiner Zeit lange voraus und hatte dadurch mit viel Unverständnis zu kämpfen.
Leider ist sein vielfältiges Wirken zu wenig bekannt und nur unzureichend gewürdigt worden. Auf meiner Website möchte ich daher über Friedrich Roth informieren.
In Würdigung und Anerkennung des rund 50 Jahre andauernden Wirkens von Friedrich Roth für unsere Gesellschaft und unsere Umwelt und als Ausdruck meiner Hochachtung habe ich diesen Beitrag verfasst.
Zur Person
Friedrich Roth wurde am 7. September 1944 in Brandau bei Lindenfels als zweiter Sohn des Schmiedes Peter Roth und seiner Ehefrau Else geb. Götz geboren. Es war eine schwierige Zeit. Sein Vater war damals im Krieg. Seine Mutter und ihre Schwiegereltern führten zu dieser Zeit nicht nur den Haushalt, sondern auch die Landwirtschaft und die Schmiede.
Nach der Schulzeit in der Volksschule in Brandau ging Friedrich Roth ab November 1959 bei der Firma Haas in Nieder-Modau in die Lehre und erlernte das Elektroinstallateur-Handwerk.
1967/68 war er am Institut für Anlagen und Netze [Prof. Hosemann war 1963 bis 1975 Institutsleiter] an der TH Darmstadt in der Institutswerkstatt beschäftigt.
Er legte am 30. Juni 1968 in Darmstadt die Meisterprüfung im Elektrohandwerk ab.
Bereits 1969/1970 begann seine Beschäftigung mit der Windenergienutzung. Dies war auch der Ausgangspunkt für sein vielfältiges Engagement zur Erhaltung unserer Umwelt und seinen Einsatz für die Energiewende und gegen den Klimawandel.
1970 heiratete er Irene Meister aus Seidenbuch und zog nach Seidenbuch. Er hat zwei Kinder.
Er gründete einen eigenen Elektroinstallationsbetrieb und erwarb als tüchtiger und zuverlässiger Handwerker große Anerkennung.
1985 war Friedrich Roth nebenberuflich über ein Sonderprogramm Lehrer für Polytechnik an der Mittelpunktschule in Gadernheim.
Am 31.12.2013 übergab er seinen Elektroinstallationsbetrieb an seinen langjährigen Mitarbeiter Necdet Ataman (seit 1987) und widmete sich als kritischer und engagierter Bürger verstärkt allen Themen, die ihn schon lange bewegten .
Er starb mit 75 Jahren am 3. Juli 2020.
"Mühlenretter" – Experte für den Bau und die Restaurierung von Wasserrädern
Für Friedrich Roth war die Nutzung der Wasserkraft in Wassermühlen durch Mühlräder (Wasserräder) und Turbinen ein besonderes Anliegen. Etwa 1983 startete er in der Neumühle bei Brandau sein erstes Mühlenprojekt. Er spezialisierte sich auf den Neubau von Wasserrädern, besonders aber auf den Erhalt und Weiterbetrieb von vorhandenen Mühlen durch Restaurierung der Mühlräder und die Nutzung der Wasserkraft für die Stromerzeugung. Auch bereits stillgelegte Mühlen wurden als "Strommühlen" reaktiviert. Roth entwickelte sich zunehmend zum gefragten Experten.
Eine Anzeige in dem Buch "Mühlen wiederentdeckt" von dem südhessischen Mühlenfachmann Heinz Reitz zeigt, dass Friedrich Roth 1997 als Fachbetrieb für die Restaurierung von alten Wasserrädern und Klein-Turbinenanlagen warb.
In Hessen, aber auch in anderen Bundesländern erneuerte er in mindestens 32 Mühlen den Antrieb mit Wasserrädern. Die Wasserräder stellte er zunehmend aus Aluminium her, um eine lange Betriebszeit zu erreichen. Aus optischen Gründen verkleidete er in einigen Mühlen die Seiten des Radkranzes mit Holz (z.B. Dingeldeinsmühle in Bensheim-Gronau um 1986).
Einige ausgewählte Fotos veranschaulichen seine engagierte Arbeit, die ihm sichtbar Freude bereitete.
Folgendes, vom Verfasser erstelltes Foto zeigt das von Friedrich Roth erneuerte Wasserrad der Dingeldein-Mühle bei einer Besichtigung im Jahr 2019. Das Wasserrad ist aus Aluminium aufgebaut und mit Holz verkleidet.
Gute und freundschaftliche Kontakte hatte Friedrich Roth zu dem südhessischen Mühlenexperten Karlheinz Schanz in Traisa.
Eng war seine Zusammenarbeit mit dem Mühlarzt bzw. dem gelernten Mühlenbauer Michael Bertsch in Kolmbach.
HLM
Überzeugter Kämpfer für die Nutzung der Windenergie im Odenwald
Friedrich Roth erkannte schon früh die Chancen und die Notwendigkeit der Nutzung der Windenergie für eine zukünftige Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe. Schon am 28. Dezember 1973 beantragte er beim Bergsträßer Landrat Lommel die Genehmigung zur Einrichtung einer Windmessstation auf dem Krehberg bei Seidenbuch (Ortsteil von Lindenfels) neben dem Richtfunkturm. Mehrere Jahre musste er kämpfen, bis er die Genehmigung schließlich erhielt.
Von 1978 bis 1980 führte er „Windweg“-Messungen sowohl am Kaiserturm auf der Neunkirchner Höhe als auch am Krehberg-Richtfunkturm durch. Folgender Auszug aus seinen Messprotokollen dokumentiert seine Tätigkeit.
Franz Mitsch, Gründer und Geschäftsführer der Firma ESM GmbH in Heppenheim, der selbst ein Pionier der Nutzung der Windenergie ist, schrieb 2026:
"Wichtig ist zu wissen, dass Friedrich Roth der eigentliche Verursacher für den Bau der Neutscher Windräder ist. Er hat dort die vorhergehenden Windmessungen organisiert. Diese wurden vom ISET (Institut für solare Energietechnik in Kassel) ausgeführt und von der HEAG finanziert. Friedrich lernte ich bei einem Vortrag kennen, bei dem ich unsere Windkraftanlage am Möhnesee vorstellte und dabei auch drei vom Iset veröffentlichen Windmessungen in unserer Region vorstellte. Anschließend zeigte mir Friedrich den Standort auf der Neutscher Höhe und stellte mich in dem nahen Bauernhof vor. Damit war er und nicht ich der Verursacher der Neutscher Windkraftanlagen. Die Neutscher Windräder waren seinerzeit (1994) die größten Anlagen südlich der Nordsee und eine Verdopplung der Windenergie in Hessen."
Nach eigenen Aussagen hat Friedrich Roth schon Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre – lange vor anderen Akteuren, siehe unten z.B. Anlage in Gaildorf – die Kombination von Windkraftanlagen mit Pumpspeicherkraftwerken vorgeschlagen. Er selbst hat im hessischen und bayerischen Odenwald geeignete Standorte für Windkraftanlagen und mögliche zugeordnete Pumpspeicherkraftwerke gesucht. Als einen von mehreren konkreten Vorschlägen für ein Pumpspeicherkraftwerk nannte er den Steinbruch Ober-Mengelbach als Oberbecken und einen Stausee zwischen Weiher und Kreidach als Unterbecken.
Der Gedanke, ein Windkraftwerk mit einem Pumpspeicherkraftwerk zu kombinieren, wurde 2016 in Gaildorf bei Schwäbisch-Hall als Pilot-Projekt gestartet. Vier Windkraftanlagen mit je 3,4 MW Leistung wurden realisiert. In den vergrößerten Sockeln der Windkraftanlagen wurden Wasserspeicher (Oberbecken) für das geplante 16-MW-Pumpspeicherkraftwerk untergebracht. Die für 2026 geplante Fertigstellung des Pumpspeicherkraftwerkes wurde 2024 wegen erwarteter Unwirtschaftlichkeit gestoppt.
Entwickler eines Multi-Energie-Systems (M-E-S)
Schon früh suchte Friedrich Roth nach Lösungen für die Nutzung und Speicherung von regenerativ erzeugtem Strom und von Wärme. Schon etwa 1995 hatte er Kontakt zu dem Direktor der Heag Dipl.-Ing. Lothar Litters wegen seines geplanten Multi-Energie-Systems. Damals wurden Energieprojekte gefördert und eine Förderung war das Ziel. Als erste Stufe zu einem solchen System schlug er 1997 dem Magistrat der Stadt Lindenfels für das Schwimmbad eine Holzhackschnitzel-Heizungsanlage vor. Diese wurde 2002/03 errichtet.
Aufgrund seiner Erfahrungen und seines Engagements für die Energiewende suchte er eine weitreichendere Lösung. Er wollte die Heizungsanlage erweitern und zu einem Pilotprojekt für sein Multi-Energie-System machen. Mit folgenden Präsentationsfolien suchte er in den Jahren ab 1998 nach Unterstützung für seine Idee.
Begrenzte finanzielle Möglichkeiten der Stadt Lindenfels und fehlende Förderungen verhinderten, dass sein vorausschauender Ansatz zur Realisierung kam.
Unverdrossen warb Friedrich Roth für seine Ideen. So informierte er 2001 den Lautertaler Arbeitskreis Energie in einem Vortrag unter dem Titel "Einfach, billig und ungefährlich soll die Energie sein" über sein Multi-Energie-System. Er suchte den Kontakt mit Politikern in Bund, Land, Kreis und Gemeinden, zu den Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Kirchen. All sein Bemühen brachte nicht den erhofften Erfolg, denn Förderungen und Sponsoren konnte er letztendlich nicht gewinnen.
Seine negativen Erfahrungen führten u.a. dazu, dass er sich um 2005 stark für die Förderung des Mittelstandes einsetzte.
Wie Pfarrer Thomé (siehe später) schon 1988 feststellte, war Friedrich Roth seiner Zeit weit voraus. Die Katastrophe in Tschernobyl hatte 1986 zwar aufgeschreckt, aber erst die Katastrophe in Fukushima 2011 führte zu einen neuen Denken und der Suche nach neuen Lösungen bei der Energieerzeugung.
Nutzung und Speicherung von Wärme
Friedrich Roth suchte nicht nur für sein Multi-Energie-System nach Lösungen für die "Energieernte" aus Sonnenstrahlung und Nutzung der Abwärme aus verschiedensten Prozessen. Ein besonderes Anliegen war ihm die Speicherung der Wärme. Dazu führte er viele Recherchen durch, baute Modelle und erprobte seine Ideen in Tests. Er machte etliche Vorschläge, z.B.
- die Errichtung von Erdspeicherhügeln als Sand-Großspeicher,
- die Nutzung der nicht mehr gebrauchten Kühltürme des stillgelegten Kernkraftwerkes Biblis als mit poröser Masse gefüllte Wärmespeicher.
- die Nutzung leerer Ölfelder als Energiespeicher,
- die Nutzung der Wärmeleistung der in Zwischenlagern vorhandenen und noch zu erwartenden Transportbehältern (Castoren),
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Ideenreicher Erfinder und Tüftler mit einigen Patenten
Friedrich Roth war ein erfahrener Handwerker und Praktiker. Er entwickelte bei seiner Arbeit viele Ideen, baute Modelle und führte Tests durch.
Zu einigen Erfindungen meldete er ein Patent an und war auch mehrmals deswegen in München:
- Windkraftmaschine mit vertikaler Hauptachse (1978 eingereicht, 1981 veröffentlicht)
- Befestigungsbeschlag für langgestreckte Bauelemente (angemeldet 1983)
- Luftleitrohre (angemeldet 1999)
- Dampferzeuger (angemeldet 1999)
- Solarkollektorröhre (angemeldet 2000)
- Wärmespeicher (angemeldet 2000)
- Dampfturbinen-Generator-Einheit (angemeldet 2000)
Er schreibt, dass er sein Multi-Energie-System (M-E-S) 1998 bis 2001 vorgeschlagen und zu Patenten angemeldet hat.
Kleinere Erfindungen waren z.B.
- Tacker für Nagelschellen zum Befestigen von Stromkabeln,
- spezielle Nieten als Montagehilfen bei Aluminiumwasserrädern.
Bis ins hohe Alter war Roth aktiv. 2017 schlug er für die Elektromobilität genormte Batterieeinschübe vor, die durch Robo-Technik automatisch ausgewechselt werden könnten. Als Batterietechnik setzte er sich für die Kombination eines Wasserstoffentwicklers mit einer Brennstoffzelle vor.
Aluminium wollte er wegen der hohen Energiedichte einsetzen. War er auch hier seiner Zeit voraus?
Grundlage für seine Erfindungen waren die Herstellung zahlreicher Modelle und Tests sowie Kontakte zu Forschungsinstituten.
Einige Modelle, die sich in seinem Nachlass befanden, sind nachfolgend abgebildet.
Kämpfer für die Umwelt und den Frieden
Für Friedrich Roth waren die Erhaltung der Umwelt, aber auch der Frieden sehr wichtige Ziele. Er besuchte viele Vorträge und informierte sich in vielen Richtungen. Dabei hielt er seine Meinung nicht zurück. So reagierte er 2013 auf einen Vortrag mit dem Titel "Energiewende ins Nichts" mit seiner Vorstellung der "Energiewende in Hülle und Fülle".
Besonders mit Vertretern der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hatte er viele Kontakte und setzte sich offen und deutlich für seine Sicht ein. Sein sehr engagiertes Verhalten führte dazu, dass ihn 2011 der Umweltvertreter der EKHN bei der Begrüßung bei einer Veranstaltung etwas spöttisch, im Grunde aber anerkennend als "Weltenretter" bezeichnete.
Besonderen Kontakt hatte Friedrich Roth schon in den 1970er Jahren bis in die 2010er Jahre mit dem Pfarrer Hans Erich Thomé (Prof. Dr., Beauftragter der EKHN für den Hörfunk), mit dem er sich ausgiebig austauschte. Dieser berichtete 1988 in einer Morgenandacht des Deutschlandfunks ohne Nennung des Namens über das Engagement von Friedrich Roth. Einige Auszüge möchte ich hier zitieren, da sie sehr zutreffend sind:
"Von einem Menschen, der seiner Zeit ein ganzes Stück voraus war, möchte ich Ihnen heute morgen erzählen. ... Er ist schon immer ein Denker und ein Tüftler gewesen. Und Anfang der 70er Jahre hat er eine neuartige Windmühle erfunden. ... Und sie ist prima gelaufen, sie hat fast bei allen Windstärken Strom geliefert. Ihr Erfinder und Erbauer hat ein Patent angemeldet. Dann ist er herumgereist, um für seine Mühle Interessenten zu finden, in der Politik und in der Wirtschaft. Aber das ist ihm nicht gelungen. Man hat ihn ausgelacht, damals Mitte der 70er Jahre. Eine Windmühle? Das ist doch Energie aus der Steinzeit. Wer braucht sowas in einer Zeit, in der Atomenergie friedlich und ohne Gefahren und ohne Dreck genutzt werden kann? ... Damals wurde er von fast allen für naiv erklärt: Welch normal denkender Mensch kann denn in den Zeiten der Atomkraft auf die Idee kommen, eine Windmühle zu erfinden? ... so ist das: Menschen, die ihrer Zeit voraus sind, die müssen damit leben, dass man sie nicht versteht. ..."
Pionier der Energiewende
Lange bevor die Energiewende durch die Bundesregierung im Jahr 2011 nach der Katastrophe von Fukushima zum Ziel erklärt und im Juni 2011 vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde, erkannte Friedrich Roth die Notwendigkeit, von der Verwendung fossiler Brennstoffe wegzukommen und den Schritt hin zur intensiven Verwendung regenerativer Energien zu gehen. Er selbst trug als "kleiner" Handwerksmeister durch seinen Einsatz für die Nutzung der Wasserkraft in Mühlen für die Stromerzeugung und sein Engagement für die Windenergie bereits zur Energiewende bei. Sehr früh erkannte er die große Bedeutung der Speicherung des durch Wind- und Sonnenenergie erzeugten Stromes.
Friedrich Roth ging noch viel weiter. Er suchte verstärkt nach Lösungen für die Speicherung von Wärme.
Wenn man heute (2026) zurückblickt und sieht, wie weit die Erreichung der für die Energiewende notwendigen Maßnahmen und Ziele noch entfernt ist (siehe dazu meine Website "Energiewende"), kann man erahnen, mit welchen Schwierigkeiten Friedrich Roth zu kämpfen hatte. Die Zeit war einfach nicht reif für sein Handeln.
Verzweifelte Suche nach Unterstützung
Friedrich Roth hatte weder die finanziellen Mittel noch ein Netzwerk, um seine Ideen selbst umzusetzen. Er brauchte Unterstützer, die ihm bei der Forschung und Realisierung durch Rat und Tat und besonders auch bei der Kontaktvermittlung zur Genehmigung von Fördermitteln behilflich sein konnten.
Unzählige Schreiben, Gespräche, Besuche von Ministerien, Firmen, Forschungsanstalten und Hochschulen usw. zeigen sein lebenslanges Suchen nach Unterstützung. Der große Durchbruch gelang ihm nicht. Alle Enttäuschungen immer wieder überwindend, suchte er bis zu seinem Lebensende nach Wegen, seine Ideen zu verwirklichen.
Vielfältiges ehrenamtliches Engagement
Friedrich Roth engagierte sich ehrenamtlich über viele Jahre sowohl in seinem Wohnort als auch in Berufsverbänden.
Er war über 40 Jahre Mitglied des Ortsbeirates Seidenbuch und wurde 2006 zum Ehrenortsbeirat ernannt.
Mitglied war er in mehreren Vereinen:
- Förderverein Lindenfelser Schwimmbad e.V.;
- MGV „Sängerquartett 1925“, Mittershausen-Scheuerberg;
- Sportgemeinschaft Seidenbuch e.V.;
- Liederkranz Seidenbuch 1898;
- Verkehrsverein Lindenfels.
Ich möchte diesen Beitrag weiter verbessern und bitte um Ergänzungen, aber auch Verbesserungshinweise.
Fazit
Friedrich Roth konnte ich leider nicht persönlich kennenlernen. Die Beschäftigung mit seiner Biographie zeigte mir, dass er eine außergewöhnliche Person war und dass sich unsere Lebenswege an vielen Stellen überschnitten.
Ideenreich, hartnäckig und verbissen kämpfte er schon sehr früh für eine Energiewende und den Erhalt unserer Umwelt. Seine fehlende akademische Ausbildung und seine Kontaktsuche ohne Titel und Lobby führten dazu, dass er es sehr schwer hatte, Gehör und Unterstützung zu finden. Auch Spott blieb nicht aus. Seine vielfältigen Förderanträge waren nicht erfolgreich. Mit eigenen, bescheidenen Mitteln als "kleiner" Handwerksmeister kämpfte er mit großem Idealismus und großem Zeitaufwand für unsere Umwelt. 2013 schrieb er: "Ich bin zwar nur ein kleiner Elektromeister, beobachte aber die Vorgänge, die angeschnitten sind, schon seit den 1960er Jahren kritisch."
Er war seiner Zeit voraus, was sich daran zeigt, dass etliche seiner Vorschläge und Ideen heute – fast 50 Jahre später – aufgegriffen, genutzt und umgesetzt werden.
Der Verfasser dankt der Familie Roth ausdrücklich für die Möglichkeit, die Unterlagen von Friedrich Roth zu sichten, und für die Unterstützung durch viele Informationen aus dem Leben von Friedrich Roth.
Danken möchte ich auch Franz Mitsch, Firmengründer und Geschäftsführer der Heppenheimer Firma ESM GmbH (Energie- und Schwingungstechnik Mitsch), Pionier der Windkraftnutzung und treibende Kraft bei der Errichtung der ersten Windräder auf der Neutscher Höhe im Odenwald (ältester Windpark im süddeutschen Raum, 1994 erste Inbetriebnahme). Er machte mich auf Friedrich Roth aufmerksam, schickte mir Windmessprotokolle und Patentanmeldungen von Friedrich Roth und regte mich an, über das Wirken von Friedrich Roth eine Dokumentation zu verfassen.
Wird fortgesetzt.












